Einige wird ja noch interessieren, wie es mir noch ergangen ist gestern. Nachdem ja weder Tausch noch Überbrücken des Benzinpumpenrelais was gebracht haben, hat ja Gian Battista einen schlechten Kontakt am Stecker an der Benzinpumpe diagnostiziert. Nachdem er dies fachmännisch behoben hat, habe ich recht zuversichtlich die Heimreise angetreten. Vorsichtshalber bin ich gleich nach dem Frühstück weg um Zeit zu haben, falls wieder etwas passiert. Ich bin dann problemlos 140 km gefahren, dann aber ein paar Kilometer vor San Bernardino wieder stehen geblieben. Der Vergaser war wieder einmal leer und die Benzinpumpe ausgefallen. Glücklicherweise habe ich wieder mal eine Haltebucht erreicht. Bei strömendem Regen habe ich mich unters Auto gelegt und nach kurzem Manipulieren wäre die Pumpe auch wieder gelaufen. Aber die Erfahrung der vergangenen Tage hat mir gezeigt, wie lange das angehalten hätte. Da ich bei dem starken Verkehr nicht wieder auf der Passstrasse oder im Tunnel stehen bleiben wollte, was nach ein paar Kilometer sicher wieder eingetreten wäre, habe ich den ADAC angerufen. Zusammen mit dem Touring Club wurde dann ein Abschleppen zurück in einen Ort kurz nach Bellinzona organisiert. Damit ich dann selbst heimkomme, haben sie alle Hebel in Bewegung gesetzt, um einen Mietwagen zu bekommen. Leider war in der Gegend alles geschlossen oder nichts verfügbar und der nächste Wagen in Airolo. Ich bin dann mit dem Taxi die paar Kilometer (65 Euro!) nach Bellinzona und von dort mit dem Zug nach Airolo. Ich war dann gegen vier in Airolo und bin knapp eine Stunde steil bergauf und bergab durch den Ort geirrt, bis ich die Garage kurz außerhalb der Ortschaft gefunden habe. Da ich vom Zug aus schon den Stau vorm Gotthardtunnel gesehen habe, bin ich bei 30m Sicht mit dem Citroen den Pass rauf geklettert. Als ich dann wieder runter bin habe ich bei Göschenen gesehen, dass die Auffahrt auf die Autobahn gesperrt war. Da ich auch schon von Staus um Zürich gehört habe, bin ich wieder zurück nach Andermatt, um nach Chur zu kommen. Auf Nokia Maps hat die Straße nicht schlecht ausgesehen, aber ich musste erst mal wieder über den Oberalppass rauf auf 2000m und bis Chur hat sich das dann über 90 km etwas gezogen. Von Chur aus wars dann aber kein Problem mehr und um Mitternacht war ich endlich daheim. Der Dino wollte noch etwas in seiner ehemaligen Heimat (Auslieferung in Lugano) bleiben und kommt dann in ein paar Tagen nach, um Benzinpumpe und Verkabelung dorthin zu erneuern. Wenn dann noch was ist, ist die einzig technisch realistische Diagnose vielleicht ein Fluch oder etwas ähnliches.
Mein Fazit fürs Wochenende: schön wars trotzdem und ein bisserl was gelernt hab ich auch wieder
Danke an Alle für ihre Hilfe oder wenigstens die Anteilnahme
